
Wirtschaftskrise, Bankenzusammenbrüche
Was kommt nach dem Kapitalismus? - 25.03.2009
LZ Interview: "Die Krise verschärft sich täglich, die Linke muss Alternativen zum Markt aufzeigen" - 15.03.09
Der „Point of no Return“ wird gerade überschritten. Überproduktionsgesetz - 04.03.09
Regulierte Marktwirtschaft statt neoliberaler Marktwirtschaft? - 15.02.092
Der Schüttelfrost des Kapitalismus, warum sein Untergang so plötzlich kommen wird. 02.02.2009
Von den Bailouts zum Kriegskeynesianismus, Pulverfass Horn von Afrika! 26.12.2008
Die Depression 2009 - 20.12.2008
Endstation Sehnsucht!- 26.1.2008
Kapitalismus: Welche Alternative gibt es zu diesem Wahnsinn? - 24.11.2008
Nur normale Überproduktionskrise oder Ende des Marktes? 29.10.2008
Finanzkrise: Merkels Rettungspaket für unsere Arbeitsplätze. 13.10.2008
Steinbrücks Krisenrede und die Vorherrschaft der USA 28.09.200
Finanzkrise weitet sich aus - 08.05.2008
Kapitalismus am Abgrund: Finanz- und Bankenkrise offenbart Weltwirtschaftskrise - 15.4.2008
Fracksausen an der Börse – Fortsetzung
- 22.1.2008
California Dreamin - 18.12.2007
Sachsen vor der Pleite? - 14.12.2007
Dein Traum ist aus, Amerika!. Die 2. Runde der Bankenkrise ist eröffnet oder das Siechtum
des Imperiums. - 6.12.2007
Verlierer beim großen Finanzpoker sind wir! - 16.9.2007
Bankenzusammenbrüche - 23.8.200
Kapitalismus hat nichts mehr anzubieten außer Krisen, Inflation, Verarmung und Krieg - 12.8.07
Kriege, Diktatur, Inflation, Wirtschaftzusammenbruch! -
25.7.2007
Kapitalismus am Abgrund: Weltwirtschaftskrise und Krieg drohen - 04.07.2006
Sloterdijkes Marktwirtschaft ohne Wachstum, geht das überhaupt?
Norbert Nelte - 14.6.2009
Erst wollte ja der Hausphilosoph des deutschen Kapitals Peter Sloterdijke in faschistischer Manier nach seinem Machwerk „Regeln für den Menschenpark“ einen neuen Menschen züchten, der in der Welt bestehen könne, nun stellt er in seinem Philosophischen Quartett im ZDF aber fest, dass das Problem weniger an dem Menschen liege, sondern doch mehr an dem Wirtschaftssystem. Er kommt mit seinen Mitdiskutanten Rüdiger Safranski und seinen Gästen, der Schriftstellerin Juli Zeh und dem Sozialwissenschaftler Professor Meinhard Miegel am 7.6.09 zu dem glorreichen Schluss, dass wir uns von der Wachstumsideologie verabschieden müssten, einer Haltung, der wir auch häufig im normalen Alltag begegnen
„Ich komm auch ohne Wachstum aus“, ist eine Floskel, die wir oft im Rahmen der 6,7%igen Schrumpfung des Bruttosozialproduktes ob der Zukunftsaussicht hören. Dies wird doch nicht so schnell wieder aufwärts gehen, sondern eher weiter stürzen. In der Tat, der einzelne Lohnabhängige braucht die ständige Expansion nicht. Bleibt aber doch die spannende Frage, kann auch die Marktwirtschaft, der Kapitalist damit leben? Wird nicht vielmehr die „soziale“ oder neoliberale Marktwirtschaft daran zerbrechen müssen und welche Alternativen gibt es denn dazu? Können wir den „Machern“ die Wirtschaftstätigkeit weiter überlassen oder muss nicht doch die Masse der Lohnabhängigen selber aktiv werden
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Wirtschaft trotz Hilfsknete um 6,9% eingekracht.
Norbert Nelte - 20.05.09
Alle Rettungsmaßnahmen haben nichts mehr geholfen. Trotz Kurzarbeitergeld, Abwrackprämie und Bankenrettungshilfspaket ist das Bruttosozialprodukt im 1. Quartal 2009 kalenderbereinigt um minus 6,9% eingebrochen (Diagramm). Das ist nicht nur der tiefste Fall in der Geschichte der BRD, sondern, wie man leicht der Grafik entnehmen kann, eine neue Dimension in den 3. Keller. Die Wirtschaft brach so erschreckend tief ein, dass alle Medien nur das erste Mal den Fall des BIP gegenüber Vorquartal von 3,8%, anstatt gegenüber Vorjahr von 6,7% genommen haben.
6,9% (kalenderbereinigt) ist auch zu schrecklich für die Elite. Da müsste man ja wieder Aufschwungsahlen wie Ende 1950er haben, um das ausgleichen zu können. Daran glaubt doch wirklich niemand mehr. Also mogelt man sich durch.
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Was kommt nach dem Kapitalismus?
von Francis Byrne - 25.03.2009 |
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Kapitalismus: Wird er sanft entschlafen oder gegen die Wand fahren?
Norbert Neltes Studie „Rosa Luxemburg, die Grenzen des Marktes und die Todeszuckungen des Kapitalismus"
Die seit dem Frühjahr 2007 schwelende Finanzkrise hat sich im Herbst 2008 rasant verschärft. In den letzten 30 Jahren wurde den Massen mit dem Neoliberalismus eine politisch-wirtschaftliche Orthodoxie aufgezwungen, deren theoretische Inhalte sich - zusammen mit Billionenbeträgen - innerhalb weniger Wochen in Luft aufgelöst haben. Längst betrifft die Krise auch die Realwirtschaft erheblich.
Es gibt einige Analysten, die eine Krise von der Heftigkeit der Großen Depression Ende der 1920er Jahre erwarten. Manch andere Experten schätzen sogar, dass die gegenwärtige Krise die zum Zweiten Weltkrieg führende „Great Depression" noch weit übertreffen wird.
Andere - oft auch linke Ökonomen - wiegeln ab und sehen in der Finanzkrise nur einen tiefen Abschwung innerhalb der normalen kapitalistischen Wirtschaftsphasen. Sie sinnieren teilweise sogar über Möglichkeiten, den Kapitalismus mit Staatsübernahmen und Bankenregulation zu retten und gehen von einem baldigen Ende der Krise aus.
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LZ Interview: "Die Krise verschärft sich täglich, die Linke muss Alternativen zum Mark t aufzeigen"
Francis Byrne - 15.03.09
Mark Bergfeld ist Studentenaktivist in Großbritannien. Im Interview gibt er Auskunft über Bestzungen an britischen Unis in Solidarität mit Gaza, den Auswirkungen des Wirtschaftscrashs auf England und die geplanten Demonstrationen zum G20-Gipfel in London am 1. und 2. April diesen Jahres.
Linkezeitung: In Großbritannien ist die Bewegung für ein freies Palästina noch sehr aktiv. Sogar Teile von Universitäten sind noch besetzt. Warum wird nach dem Ende des akuten Massakers noch weiter protestiert?
Um diese Frage zu beantworten, muss ich einen kurzen Abriss der Anti-Kriegs-Bewegung geben, der die politischen Zusammenhänge zwischen Irak, dem Libanon und Palästina erörtert.
Mit der Gründung der „Stop the War Coalition" direkt nach dem 9/11 hat die Linke in Großbritannien sich keine Zeit gelassen, die Anti-Kriegs-Bewegung voranzubringen. Von Anfang an war die Koalition mit dem Anti-Imperialismus verankert. „Occupation is a Crime - Free Iraq and Palestine / Besatzung ist ein Verbrechen - Freiheit für Irak und Palästina" war einer der großen Slogans auf der Demo vom 15. Februar 2003 als 2 Millionen Menschen in London auf die Straße gingen. Durch die britische Beteiligung am Irak-Krieg konnte das Argument des Imperialismus verschärft werden und brachte somit auch eine Politisierung der muslimischen Briten mit sich, die bis dato keine Platform in der britischen Politik hatten.
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Wirtschaftszusammenbruch: Der „Point of no Return“ wird gerade überschritten. Überproduktionsgesetz
Norbert Nelte 15.03.9
Keine Rückkehr mehr möglich zum Wirtschaftsboom
Märklin, Schießer, Rosenthal, eine Marke nach der anderen verschwindet vom Markt. Die Autobranche zittert. Mit den Abwrackprämien gab es kurz noch mal einen Aufschub vor dem Untergang. Aber zu so einem Konsumgutschein wie die Abwrackprämie bei allen Endverbraucher-Investitionen wollte sich die Regierung dann doch nicht durchringen, da bei den anderen Gütern wie z.B. Computern der Importanteil doch höher liegt. Da dachte die Regierung, kann sie das Geld gleich nach China überweisen. Die Auftragseingänge im Januar 2009 im Maschinenbau sind fasst um die Hälfte, um 40% abgestürzt.
Hier sind wir auch schon bei der Quintessenz, beim wesentlichsten Punkt. In einem normalen Wirtschaftsverlauf mit Boom und Krise fällt der Konsummittelsektor weltweit immer noch schneller als der Produktionsmittelsektor und es entwickelt sich immer ein Überschuss im Konsummittelsektor. Der Überschuss im Konsumsektor kann, wenn er nicht mehr in dem ausländischen Markt ausweichen könnte, dann immer noch in den unterproduzierenden Produktionsmittelsektor durch Kapitalübertrag oder Verkauf von Konsumgütern als Produktionsmittel verschoben werden (Siehe Tabelle Nr. 3 der erweiterten Reproduktion). Die permanente Überproduktion des Konsummittelsektors im Kapitalismus liegt daran, dass der Arbeiter von seiner Wertschöpfung in beiden Sektoren nur einen Teil um 60% ausgezahlt bekommt und der Kapitalist sich den Rest für die Kapitalakkumulation, und für die Revenue, seinen eigenen Verbrauch behält. Er kann gar nicht so viel Schnitzel essen, wie er den Arbeitern abknöpft und der Puddingpulverhersteller investiert den Profit in normalen Zeiten z.B. im Maschinenbausektor.
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Regulierte Marktwirtschaft statt neoliberaler Marktwirtschaft?
Norbert Nelte - 15.02.092 
Deflation, Inflation, Tauschwirtschaft, Mad Max - Oder?
Märklin pleite, Schießer fertig, Rosenthal am Ende, 50.000 Entlassungen bei Autozulieferern in NRW. 40% Einbruch beim Maschinenbau. 102 Milliarden Staatsgarantien und -hilfen bei der Hypo-Real-Estate mit einem Aktienwert von 4 Milliarden Euro. Kurzarbeit bei vielen Produktionsbetrieben, überall Entlassungen. Um 2,1% sank nach Statistischem Bundesamt das Bruttosozialprodukt im IV. Quartal gegenüber Vorquartal, nachdem es in den 2 Vorquartalen schon jeweils um 0,5% gesunken ist, also schon 3 Quartale hintereinander Rezession. (Istzahlen, keine Schätzzahlen) 1,5% Schrumpfung in Europa im 4. Quartal.
Für dieses Jahr rechnet der Exportverband mit einem Umsatzminus. Der Binnenkonsum ist auch im Minus. Wie soll die Wirtschaftsleistung wieder nach oben gehen?
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Der Schüttelfrost des Kapitalismus, warum sein Untergang so plötzlich kommen wird.
Norbert Nelte - 02.02.2009
2008 sehen endlich auch andere wie d er bei Heise veröffentlichte Artikel von Tomasz Konicz, dass der Kapitalismus sich seinem Ende auf Grund des tendenziellen Falls der Profitrate zuneigt. Je mehr Linke das Ende des Kapitalismus propagieren, je eherfallen die Kollegen nicht auf das „Es geht wieder Aufwärts“-Gesülze der Bourgeoisie herein und kämpfen entschlossener gegen Lohnkürzungen und Entlassungen.
Leider wurde keine Kurve dabei gezeigt und vermittelt, wo wir denn heute stehen, wie lange wird man jetzt noch mit dem Kapitalismus rechnen müssen.
Das fehlende Diagramm will ich gerne nachreichen, wobei wir gleich sehen, dass zwar 1850 die durchschnittliche Profitrate noch bei 50% stand, aber schon ab 1982 kein Geschäft mehr im Durchschnitt mit der Profitproduktion zu machen war. Das sind einfach die zusammengetragenen Daten von verschiedenen Autoren von Paul Fröhlich über Mandel, Altvater, DGB und Robert Brenner für 150 Jahre von 1850 bis 1993. Für Wissenschaftler ist das natürlich vollkommen unwissenschaftlich, da ja jeder genannte Autor etwas andere Zahlenquellen genommen hat und etwas anders berechnete.
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Von den Bailouts zum Kriegskeynesianismus, Pulverfass Horn von Afrika!
Norbert Nelte - 26.12.2008a
Von China bis zu den USA haben di e Regierungen den Banken schon weit über 3 Billionen an Bailouts (Freikäufe vom Schuldturm) nachgeschmissen. Viele Analysten vergleichen diese Krise schon mit der Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre und manche sehen diese schon „sicher noch größer als in den 30er Jahren." Die 30er-Jahre-Weltwirtschaftskrise war auch verursacht durch eine Überschuldungskrise, die ebenfalls eine Überproduktionskrise auslöste, als man die Schuldenkrise eindämmen musste. Nun gab es auch überall Konjunkturprogramme. In den USA sind die heute ebenfalls durchgeführten staatlichen Eingriffe von 1930 unter Präsident Hoover und später unter Roosevelt unter dem Namen „New Deal“ bekannt.
Die Berner Zeitung schreibt dazu: „Das letzte große Ankurbelungsprogramm im Sinne von Keynes war der New Deal in der 30er-Jahren. Der Durchbruch zum Erfolg erfolgte aber erst mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Er hat die Staaten veranlasst, ohne Rücksicht auf Schulden in Waffen und in die Armee zu investieren. Diese Option haben wir nicht mehr, einen Dritten Weltkrieg würde die Menschheit wahrscheinlich nicht überleben“
Die BZ wie wahrscheinlich auch alle vernunftbegabten Menschen wollen also den Wiederaufschwung nach der Krise ohne einen neuen Weltkrieg schaffen. Dass aber mit dieser pazifistischen Option das Akkumulationsgesetz der Kapitalisten nicht einverstanden sein wird, sollte doch der Berner Zeitung anhand ihrer anderen Feststellungen der Wirtschaftsdaten aufgefallen sein. Sie schreibt selber, dass die„«bereits düsteren Prognosen noch düsterer werden» (Strauss-Kahn, IWF), die Schätzungen derbis jetzt vernichteten Vermögenswerte reichen von 2.800 Milliarden Dollar bis zu 6.000 Milliarden. Die US-Wirtschaft ist um 5 Prozent geschrumpft.“
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Die Depression 2009
von Frans Byrne - 20.12.2008

Das Kapital hat ein Problem:
Finanzsystem am untergehn!
Alles bebt und alles zittert,
- Steinbrück guckt schon ganz verbittert -
runter kommt's, mit aller Kraft.
Jetzt auch die Realwirtschaft.
Die Depression 2009
Wird uns mit Lasten schwer erfreun.
Glos sagt nur: Giess Kohle drauf!
Die Inflation nimmt ihren Lauf.
Autos, Häuser, Stahl und Blech,
die Arbeitsplätze sind bald wech.
Das Konkurrenzsystem fährt vor die Wand,
Merkelland bald abgebrannt.
Die Depression 2009
Wird uns mit Schrecken noch erfreun |
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Endstation Sehnsucht!
Norbert Nelte - 26.11.2008 |
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Langsam rollt der kapitalistische Weltwirtschaftszug in den Sackbahnhof ein.
Wir sehen schon im Nebel voraus die Bahnhofshalle und die Ansagerin säuselt aus den quäkenden Lautsprecher so, dass Du jetzt nicht weist, will sie uns bezirzen oder ängstigen, „Endstation, bitte alles aussteigen, sie haben Anschluss mit dem Zug der Vernunft mit dem demokratischen Basisplan zur freien Welt oder mit dem Kriegszug der Diktatur zum Höllenschlund mit der Atombombe" und die Fahrgäste suchen schon mal ihre Koffer zusammen. Manche sind sich noch nicht schlüssig, welchen Zug sie nehmen möchten, na ja, vielleicht gibt's ja noch Taxis nach, ja wohin denn nur, vielleicht nach Arkadien? |
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Kapitalismus: Welche Alternative gibt es zu diesem Wahnsinn?
Francis Byrne - 24.11.2008 |
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Neoliberalismus am Ende
Das neoliberale Zeitalter ist vorbei. Die Finanzkrise entwickelt sich rasant zur Krise der gesamten Weltwirtschaft. Immer mehr Menschen fragen jetzt: Gibt es nicht eine Alternative zu diesem Wahnsinn? Innerhalb von wenigen Wochen sind Vermögen im Werte von hunderten Milliarden Euro einfach verpufft. Auch politisch hat die sich rasant verschlimmernde Krise erhebliche Auswirkungen: Den Massen wurde mit der Ideologie des Neoliberalismus in den letzten 30 Jahren weisgemacht, dass die freien Kräfte des Marktes Sicherheit und Wohlstand garantieren würden. Jetzt legen Regierungen Milliardenprogramme für Banken und Industriebetriebe auf. Die Doktrin vom schlanken Staat wurde innerhalb von Wochen über Bord geschmissen. Die Verluste durch die Scheingeschäfte und Wetten sollen nun vom Staat übernommen werden.
Das Sozialprodukt der weltweiten Realwirtschaft beträgt etwa 50 Billionen Dollar im Jahr. Das Kartenhaus der Spekulation, der Finanzwetten und der Wetten auf die Finanzwetten beträgt ein Vielfaches mehr. Dieses Kartenhaus bricht nun zusammen. Und mit dem Zusammenbrechen der irre-hochgetürmten Scheinwirtschaft stehen Millionen arbeitende Menschen vor den Trümmern ihrer Zukunftshoffnungen. Millionen von Menschen in der ganzen Welt sorgen sich um ihre Arbeitsplätze, um ihre Renten, um ihre Zukunft und die Zukunft ihrer Kinder.
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Nur normale Überproduktionskrise oder Ende des Marktes?
Norbert Nelte - 29.10.2008
Vom Ende des Marktes über die Tauschwirtschaft zur Basisplanwirtschaft
In der Finanzkrise überschlagen sich die Meldungen über neue Re ttungspakete, Staatsbankrotte, Inflationen, Produktionsabbau und Massenentlassungen und man fragt sich, warum es kaum Gegenwehr gibt und wann das Ende von dem Alptraum sein wird? Soll man auf die staatlichen Berufsbeschwichtiger hören, mit denen die meisten ja bisher gemütlich gelebt haben, oder doch besser inzwischen auf die Mahner, die schon immer das Ende der Marktwirtschaft prophezeit haben.
Aus dem Buchhandel erfahren wir, dass die Nachfrage nach dem Kapital von Marx von Nichtrevolutionären steigt. In London im SWP-Buchladen hat sich gar der Verkauf verfünffacht. Die Menschen setzen sich mit dem Marxismus ernsthafter auseinander und zeigen damit, dass sie nicht mehr an die Marktwirtschaft als das Wirtschaftssystem glauben, das die Probleme der globalisierten Welt des 3. Jahrtausends wird lösen können. Es kommen jetzt die normalen Kollegen auf mich zu und stellen fest, ja, Sie haben recht gehabt, mit dem Kapitalismus wird es jetzt zu Ende gehen. Diese Feststellung ist wichtig für die Frage, sollen wir immer noch wie die Linke, Arzt am Krankenbett des Kapitalismus spielen und z.B. ein Bankenrettungspaket und ein Konjunkturprogramm auflegen oder den Schwerpunkt jetzt auf die Unterstützung radikaler Kämpfe wie die der Opelkollegen, der BSH-Belegschaft oder der GSL und der internationalen Kämpfe wie die in Oaxaka oder in Ägypten verlagern? Die außerparlamentarischen Linken können bei der Verortung der Kollegen eine Menge mit dazu beitragen, indem sie klar gemeinsam auch realistisch auf das Ende des Kapitalismus hinweisen.
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Erklärung der Strömung Internationaler Sozialisten zur globalen Wirtschaftskrise
Internationale Sozialten Tendenz , 21.10.2008
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Die folgende Erklärung wurde auf dem Koordinationstreffen der Strömung Internationaler Sozialisten am 13. Oktober 2008 herausgegeben.
1. Die außergewöhnliche Panikwelle, die während der vergangenen Wochen durch die globalen Finanzmärkte gefegt ist, hat die gewöhnlichen Arbeiter auf der ganzen Welt mit einer Mischung aus Wut, Befremden und Angst erfüllt. Für jeden ist ersichtlich geworden, dass das bestehende kapitalistische Wirtschaftssystem nicht funktioniert und dass wir vor einem bedeutenden historischen Wendepunkt stehen. Unklar sind die Konsequenzen und die zu ergreifenden Maßnahmen.
2. Der Finanzcrash vom September bis zum Oktober 2008 hat bestätigt, dass die Welt einer großen Wirtschaftskrise entgegensieht. Die Entfaltung dieser Krise wurde über die neoliberale wirtschaftspolitische Ordnung kanalisiert, die Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre installiert worden ist, insbesondere mit der Deregulierung der Finanzmärkte und deren vermehrter Macht zum Engagement in umfangreichen Spekulationen über Staatsgrenzen hinweg. Trotzdem liegt die wirkliche Ursache für die Kreditkrise in der langfristigen Profitabilitätskrise, mit der der globale Kapitalismus seit Ende der 60er Jahre zu kämpfen hat. Die Erholung der Profitrate Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre aufgrund kapitalistischer Umstrukturierung und massiver Erhöhung der Ausbeutungsrate war nur partiell. Seit Ende der 90er Jahre hat das US Federal Reserve Board eine große Wirtschaftskrise durch die Überschwemmung der amerikanischen und der globalen Wirtschaft mit Billigkrediten zu verhindern versucht. Die Arbeiter, deren Reallöhne in den meisten wirtschaftlich bedeutenden Nationen stagniert oder gesunken sind, hat man angehalten, Kredite aufzunehmen, um die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen aufrechtzuerhalten. Die Explosion der daraus entstandenen Spekulationsblase, die sich auf den Immobilienmarkt konzentriert hatte, war es, die im August 2007 das Einsetzen der Kreditkrise verursacht hat.
http://www.istendency.net/node/view/3
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Finanzkrise: Merkels Rettungspaket für unsere Arbeitsplätze.
Norbert Nelte, 13.10.2008
Wohin treibt uns die Finanzkrise?
Regulierte Banken werden den Saustall Kapitalismus auch nicht mehr retten können.
Den Börsen folgt derzeit weltweit die reale Wirtschaft in den Abgrund. Opel Bochum und Eisenach in Urlaub, Daimler und Ford gehen zurück, HP baut 1.400 Stellen in Deutschland ab, Sinn-Leffers schließt die Hälfte der Filialen, Insolvenzverfahren bei Wehmeyer eröffnet, die gesamte Autoindustrie hat Absatzprobleme und so geht das Schlag auf Schlag weiter. Die Börsen fallen munter um jeden Tag um 5-10% weiter. Ein Rettungspaket nach dem anderen für die Großbanken wird aufgelegt – ohne Wirkung. Rentner und Kleinsparer verlieren ihre Existenzgrundlage. In den Straßen von Hongkonk um die Börse sind Riots nach dem Börsensturz von 8%. In den USA ziehen die Verlierer der Finanzkrise in die Zeltstädte und die Ratten in deren Häuser ein. In 200 Städten entwickelt sich Widerstand gegen den Freikauf (Bailout – Kaution einlösen) der Banken.
In den Fernsehtalks treten alle „weisen“ Professoren auf und wissen auch kein Rat mehr, außer, das man die Banken unbedingt retten müßte. Während die Bildzeitung meldet, dass die Wall-Street 2,6 Billionen verbrannt hat, beruhigt uns das Statistische Bundesamt mit der ersten Meldung: Brathähnchen immer beliebter. Ansonsten kommt von der Politik nur ein hilfloses Rumgerudere: Bahn privatisieren an die Börse, nicht an die Börse, Banken verstaatlichen, aber vorerst nicht, deregulieren, regulieren - so geht der Laden nur noch schneller bergab.
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| Steinbrücks Krisenrede und die Vorherrschaft der USA
Francis Byrne , 28.09.2008
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Status als Finanzsupermacht geht den USA verloren. Aber vorsicht, sie haben noch einen 1-A Joker im Ärmel: die militärische Übermacht
Finanzminister Peer Steinbrück stimmte in seiner Rede »Zur Lage an den Finanzmärkten« am 25. September 2008 die Menschen auf eine weltweite und tiefgreifende Wende in der Wirtschaftspolitik ein. Er sprach von einer aktuellen weiteren „Zuspitzung der schlimmsten Bankenkrise seit Jahrzehnten." Niemand solle sich täuschen, sagte er: „Die Welt wird nicht wieder so werden wie vor dieser Krise."
Richtig analysierte er: „Die USA werden ihren Status als Supermacht des Weltfinanzsystems verlieren. Das Weltfinanzsystem wird multipolarer."
Hier in der www.linkezeitung.de weisen wir bereits seit mehr als zwei Jahren darauf hin, dass ein erheblicher wirtschaftlicher Niedergang der USA unausweichlich ist:
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Irrenanstalt Finanzmarkt
Norbert Nelte , 23.09.2008
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USA: 700 Milliarden für ein Fass ohne Boden
Die amerikanische Regierung und die Opposition (Paulson/Bernake) wollen beschließen, den „armen" Banken mit 700 Milliarden Dollar des amerikanischen Steuerzahlers unter die Arme zu greifen. Nur zur Orientierung. Der deutsche Haushalt beträgt 2009 288 Mrd. Euro bzw. 415 Milliarden Dollar. Mit diesem Geld will Finanzminister Henry Paulson den Banken die „faulen" Kredite abkaufen.
Er äußerte schon, dass dies wahrscheinlich nicht langen werde, das Zittern beginne jetzt erst richtig, titeln die Finanzzeitungen, und in der Tat, 3 bis 4 Billionen Dollar betragen allein die faulen Kredite von den überschuldeten Häuslekäufern, mit den faulen Schulden der Hedgefonds und Private-Equitis usw. werden das wohl 6/7 Billionen sein. Wenn man den Ausfall für den Binnenmarkt und die daraus resultierenden Pleitewellen sieht, kommen da locker 10 Billionen zusammen.
Das ist noch nicht alles. Die Banken haben sich gegen Ausfallrisiken bei anderen Banken und Versicherungen mit CDS abgesichert über 57,9 Billionen, 20% mehr als das Bruttosozialprodukt der Welt. Lehmann Brothers war nur mit 7% = 4 Bio . gegenversichert. Überschaubar, schätzte der US-Staat, und ließ das Investmenthaus über die Klinge springen. Zu den 4 Bio. gehörten sicher auch die 350 Mio. der KfW, das war doch kein Versehen von Bankfachleuten, 350 Mio. Allen ist peinlich, das eine Staatsbank in dem Irren-Casino mitspielt. Die AIG-Versicherung ist mit 15,6 Bio. gegenversichert, das führte schon klarer zu einer Kettenreaktion von Bankensterben, da musste der Staat mit 85 Mrd. retten, sonst wäre der Finanzmarkt jetzt schon zusammengebrochen und hätte manche Volkswirtschaften mitgerissen.
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Finanzkrise weitet sich aus
Francis Byrne
08.05.2008
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Finanz- und Bankenkrise offenbart Weltwirtschaftskrise
Weiter geht es mit den Bankverlusten: Die Bayern LB meldet weitere 770 Millionen Euro Verlust, die Commerzbank meldet einen Gewinneinbruch von 54 Prozent. Die Deutsche Bank macht im ersten Quartal 2008 einen Verlust vor Steuern von rund 1,60 Milliarden Euro. Die Krise ist längst nicht vorbei ... sie weitet sich aus. Es vergeht kein Tag an dem nicht neue Horrormeldungen aus dem Wirtschafts- und Finanzsektor verkündet werden. Bis Mitte April 2008 wurden von deutschen Banken allein etwa 32 Milliarden Dollar abgeschrieben, weltweit wurden durch die Krise bereits ca. 225 Mrd. Dollar abgeschrieben. Der Internationale Währungsfond geht aber von einem Abschreibungsbedarf von etwa 1 Billionen Dollar (also 1000 Mrd. Dollar) aus. Insider und Analysten halten diese Summe für viel zu klein. Sie gehen von 3 bis 4 Billionen Verlusten aus.
Zug um Zug werden die Abgründe um die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise größer und tiefer. Die Krise weitet sich immer weiter aus: Die Subprime-Immobilienblase in den USA platzt, Hedgefonds müssen schließen, Kreditversicherer drohen pleite zu gehen, die Inflation und die Lebensmittelpreise steigen rasant an, es gibt eine riesige US-Staatsverschuldung (9,4 Billionen Dollar alleine Verschuldung des Staatenbundes), der Wert des Dollars gegenüber anderen Währung fällt tief in den Keller, die Preise für Rohstoffe, besonders Öl und Gold steigen stark an. Seit Anfang des Jahres befinden sich auch die Börsen der Welt im Abschwung.
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Hebt Euer Geld von der Kleinbank ab, solange sie noch existiert!
Stoppt die Kriege, die Finanz- und Nahrungsmittelspekulation!
Norbert Nelte
23.4.2008
Die Bundesregierung hat die Banken schon mit 20 Milliarden €uro wegen ihrer Zockerverluste mit Deinen Steuergeldern aus der Patsche geholfen, aber nur die Großbanken. Kassenwart Steinbrück will nur für diese die Zähne zusammenbeißen, denn die könnten bei ihrem Untergang wie ein Sog das ganze System mitreißen.
Nicht so die kleinen Banken, und das hatte für die Weserbank in Bremerhaven schon das Aus bedeutet. Die Bafin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) hatte sogar die Schließung der überschuldeten Bank mit einer Bilanzsumme von 120,4 Millionen Euro angeordnet.
Aber sonst haben die Volksbanken und Sparkassen doch nicht in den Subprime-Markt, Derivaten, Aktien und Termingeschäften auf Kreditbasis investiert, lassen sie kolportieren. Vorsicht, das ist eine absolute Täuschung. Sie haben den Giftmüll in der Regel zwar nicht selber gekauft, sondern kaufen lassen. 2001 wurde das ABS-Invest in Luxemburg gegründet, das für 200 der 1250 Volksbanken und auch einige Dutzend Sparkassen Fonds auflegten. „Als die Finanzkrise weite Teile des Verbriefungsmarktes lahm legte, machte die Union ihren Fonds kurzerhand dicht. Seit Ende Juli werden die Anteile nicht mehr zurückgenommen“ (1)
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Kapitalismus am Abgrund: Finanz- und Bankenkrise offenbart Weltwirtschaftskrise
Francis Byrne
15.4.2008
Es vergeht kein Tag an dem nicht neue Horrormeldungen aus dem Wirtschafts- und Finanzsektor verkündet werden. Bis Mitte April 2008 wurden von deutschen Banken allein etwa 32 Milliarden Dollar abgeschrieben, weltweit wurden durch die Krise bereits ca. 225 Mrd. Dollar abgeschrieben. Der Internationale Währungsfond geht aber von einem Abschreibungsbedarf von etwa 1 Billionen Dollar (also 1000 Mrd. Dollar) aus. Insider und Analysten halten diese Summe für viel zu klein. Sie gehen von 3 bis 4 Billionen Verlusten aus.
Zug um Zug werden die Abgründe um die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise größer und tiefer. Die Krise weitet sich immer weiter aus: Die Subprime-Immobilienblase in den USA platzt, Hedgefonds müssen schließen, Kreditversicherer drohen pleite zu gehen, die Inflation und die Lebensmittelpreise steigen rasant an, es gibt eine riesige US-Staatsverschuldung (9,4 Billionen Dollar alleine Verschuldung des Staatenbundes), der Wert des Dollars gegenüber anderen Währung fällt tief in den Keller, die Preise für Rohstoffe, besonders Öl und Gold steigen stark an. Seit Anfang des Jahres befinden sich auch die Börsen der Welt im dramatischen Abschwung.
Auf die britische Northern Rock Hypothekenbank gab es einen regelrechten Sturmlauf der Kunden, wie ihn das britische Finanzsystem seit mehr als 100 Jahren nicht mehr gesehen hat. In Deutschland musste die Weserbank schließen. Überall brennt es, überall gibt es Ausfälle in Millionen- oder oft gar in Milliardenhöhe: IKB, UBS, Bear Stearns, Credit Suisse, Bayern LB, West LB, Deutsche Bank, Volks- und Raiffeisenbanken, Citigroup und und und .
Finanzminister Steinbrück spricht von der größten Finanzkrise seit Jahrzehnten. Der Chef der Deutschen Bank, Josef „Peanuts“ Ackermann sagte, dass er nicht mehr an die Selbstheilungskräfte des Marktes glaubt. Der ehemalige Staatsbanker der USA, Alan Greenspan, befürchtet die schlimmste Wirtschaftskrise seit dem 2. Weltkrieg. Analysten und Insider gehen aber von einer Krise aus, die ähnliche Ausmaße erreicht wie die große Depression Ende der 20er / Anfang der 30er Jahre.
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Fracksausen an der Börse – Fortsetzung
Norbert Nelte
22.1.2008
Nachdem am Freitag der amerikanische Dow Jones vom Höchststand 14.190 auf 12.099 runtergekracht ist, hat heute der Frankfurter Dax vom Höchststand 8.330 auf unter 7.000 Punkte nachgezogen. Binnen vier Stunden sauste er um 7% runter. Die West-LB geht durch die Hypthekenkrise verursacht von einem Konzernverlust von ungefähr einer Milliarde Euro plus einer weiteren Milliarde Euro nicht dauerhafter Wertminderung aus und benötige eine Finanzspritze von einer Milliarde. Das wird 2.000 Arbeitsplätze kosten.
In Asien sind alle Börsen eingebrochen. Die größte Firma der Welt, die Bank of China, muss in diesem Jahr mit Verlusten rechnen. Nachdem in Amerika mit einer Rezession und Inflation gerechnet wird, werden die Auguren ihre Wirtschaftserwartungen noch einmal en ganzes Stück runterschrauben müssen. Wirtschaftsminister Glos war schon bei 1,7% angekommen.
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California Dreamin
Norbert Nelte
18.12.2007
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Alarm in Kalifornien - die Staatseinnahmen sinken um 40% oder 14 Milliarden, schlimmer noch, als alle Warnungen ankündigten. Gouvernator Schwarzenegger muss für Januar den „fiskalischen Notstand" ausrufen.
Die Haupteinnahmequelle der Länder und Gemeinden ist die Property Tax, eine Steuer auf den Wert von Grundstücken und Immobilien. Durch die vielen Zwangsräumungen, die Leerstände und die hohen Wertverluste des ganzen Häusermarktes sinken auch die Steuereinnahmen.
In Los Angeles leben schon 69.000 Obdachlose, da werden jetzt noch einige dazukommen, denn gerade bei den Sozialausgaben will Schwarzenegger 10% einsparen. Die Krankheit des Rostgürtels im Nordosten ist jetzt auch im Süden angekommen. 127 Millionen Amerikaner, fast die Hälfte, liegen lt. Junge Welt knapp über der Armutsgrenze. Du bekommst immer nur die Bilder des reichen Amerikas gezeigt, deshalb hat man ein falsches Bild von dem Land.
http://www.jungewelt.de/2007/12-18/033.php
Das Foto zeigt noch nicht das San Francisco von heute, das ist Mogadischu heute, wo die äthiopische Armee im Auftrag Amerikas und mit Bewaffnung der Amerikaner einen Säuberungskrieg führt.
Solche Bilder der Barbarei kennen wir aus Palästina. Sie verbreiteten sich dann wie ein Alptraumvirus nach Libanon, griffen dann zum Irak, nach Afghanistan und Somalia um sich dann 2008 und 9 der ganzen Region zu bemächtigen. Im Laufe der Bankenkrise und des Dollarverfalls wird der Virus sich ach über den großen Teich zur USA schwappen. Das Foto könnte dann das San Francisco des Jahres 2020 sein.
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Sachsen vor der Pleite?
Francis Byrne
14.12.2007
Die Verstaatlichung der Bankenausfälle trifft uns alle!
Die Krise im Weltfinanzsystem zieht immer größere und tiefere Kreise. Gerade auch deutsche Banken sind davon betroffen: Die IKB Bank muss mit 5,8 Mrd. Euro gestützt werden (ingesamt wird das drohende Ausfallvolumen aber noch höher geschätzt), die Landesbank BW ist mit mindestens 800 Millionen Euro dabei, der Gewinn der Hypovereinsbank brach im dritten Quartal 2007 um 80 Prozent auf 38 Mill. Euro ein, die West LB steht vor dem Notverkauf, die Commerzbank musste 291 Mill. Euro abschreiben und auch die Deutsche Bank musste Gewinneinbußen von 19 Prozent im dritten Quartal hinnehmen. Weitere Banken mussten Anlagefonds schließen.
Mit künstlich erzeugter Nachfrage und Zinstricks am Immobilienmarkt in den USA konnte die US-Wirtschaft (und somit auch das weltweite Wirtschaftswachstum) seit 2002 noch etwas ausgedehnt werden. Nun können dort aber immer weniger Menschen die stetig wachsenden Zinsen für ihre Häuser abbezahlen. Experten gehen von 1,3 Millionen Zwangsvollstreckungen im Jahr 2007 in den USA aus; das heißt, dass die Hoffnungen und die Zukunftssicherung von 1,3 Millionen Familien in der Vertreibung aus ihren Immobilien enden.
Die Verluste der Banken rühren aus ihrem Geschäft am - subprime genannten - Markt in den USA. Besonders verzockt hat sich auch die Landesbank Sachsen. Insgesamt summiert sich das Volumen des mit Risiko behafteten Kapitals auf 43 Milliarden Euro. In Zahlen: 43.000.000.000. Der Leiter der Bankenaufsicht BaFin, Jochen Sanio drohte bereits, die Bank zu schließen. Sie ist faktisch pleite. Eine Bankenpleite diesen Kalibers aber würde ein bundes-, europa- und wahrscheinlich auch weltweites Beben auslösen. Aus diesem Grund wird versucht, mit einem Verkauf der Sachsen LB an die Landesbank Baden-Württemberg, die Pleite abzuwenden.
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Dein Traum ist aus, Amerika!
Die 2. Runde der Bankenkrise ist eröffnet oder das Siechtum des Imperiums.
Norbert Nelte
6.12.2007
Viele Häuser sind vernagelt
Von den Hochhäusern starren Dich leere Fensterhöhlen an. Eine hagere Gestalt schleppt sich zur nächsten Spritze. Die Bretterverschläge neben der Ausfallstraße ist ihr letztes Zuhause. Manche Obdachlose haben sich eingerichtet in den verrammelten Häusern, deren Besitzer einfach gegangen sind, weil sie die Kreditraten nicht mehr bezahlen konnten und niemand mehr das Haus kaufen wollte. Dreißig Jahre geschuftet, und jetzt, mit einem Schlag war alles umsonst, einfach gegangen, noch nicht mal die Tür zu gemacht, der nächste Wanderer wird sowieso das Fenster für einen trockenen Schlafplatz einschlagen.
Das ist kein Zukunftsroman, Du bist schon im richtigen Film. Sie befinden sich in Detroit des Jahres 2007. Da werden die Häuser für 1.000 Dollar angeboten, ehemalige gut bürgerliche Wohngegend, jedes zweite Haus steht da leer. Es riecht muffelig, staubig und irgendwo schlägt ein Fensterladen im Abendwind den Takt zu „Spiel mir das Lied vom Tod“?
„Sie sagen, dass das hier ein blühendes Viertel gewesen sei. Die Menschen hätten zusammengehalten, damals. Kneipen hätte es gegeben und Parks, gute Schulen sowieso, und die Kinder hätten Baseball gespielt am Samstagmorgen. Die Väter hätten gegrillt, so erzählen sie es, und die Haustüren daheim hätten offen gestanden, weil es Angst ja nicht gab in diesem mutigen Land. So war das einst in Amerika, so war es in Cleveland, Ohio, alle hier sagen das … Fährt man heute durch Slavic Village [Stadtviertel], sieht man Ruinen. Viele Häuser sind vernagelt, manche niedergebrannt, andere geplündert und seltsam nackt. Vor jedem zweiten Haus steckt ein Schild im Sand, „For Sale", aber es gibt längst keine Käufer mehr, es gibt keinen Markt, 13.600 Zwangsversteigerungen gab es 2006 im Bezirk Cuyahoga. Darum lassen inzwischen viele ihre Häuser einfach zurück, sie ziehen aus und einfach fort von hier, keiner kennt die neue Adresse, weil sie ja hoffen, dass sie in der Obdachlosigkeit wenigstens den Schulden entkommen.“
(Spiegel 48/2007, „Ende eines Zeitalters“, S. 80)
Detroit, Cleveland, Gary, im ganzen Rostviertel im Nordosten der USA, überall das gleiche Bild und das ist nur der klitzekleine Anfang. Ganz Amerika hat über seine Verhältnisse gelebt, auch der Staat. Jeden Tag bekam es 2 Milliarden hauptsächlich aus Ostasien geliehen. Nun steigt alle Welt aus dem Dollar aus und die Wohltaten scheinen zu versiegen, das Geld wird knapp in dem Land der Träume. Im Oktober wurden bei 50 Millionen Bau- und Kundenkrediten mit einer Summe von 8 Billionen Dollar die Zinsen verdoppelt. In den Vereinigten Staaten gab es nur Kredite mit einem flexiblen Zinssatz, die wussten schon warum, obwohl die Inflation offiziell nur mit 6% angegeben wird, wird von Finanz-Experten die Inflation auf gut 10% geschätzt.
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Verlierer beim großen Finanzpoker sind wir!

16.9.2007
Francis Byrne
„Ihr Geld ist sicher auf der Bank. Ihr Geld icht sicherer auf der Bkran! Irr Gld ischgt sichsgt fff drr Bnnk!
„Ihr Geld ist sicher auf der Bank! Die Krise erreicht nicht die Realwirtschaft!" Je öfter Bankmanager, Finanzgurus und Politiker diese und ähnliche Aussagen wiederholen, desto schlechter scheint es um das Wirtschafts- und Finanzsystem zu stehen.
Bei der derzeitigen Finanzkrise ist es ein wenig so, wie beim Pokern. Es gibt viel zu verlieren und es ist ganz wichtig, dass sich die Spieler bis zuletzt nicht in die Karten schauen lassen. Ein wichtiges Zitat in diesem Zusammenhang sind die Worte von Robert Toll, einem der Vorsitzenden der US-amerikanischen Luxusbausparkasse Toll Brothers:
„Alles was ich sage sollte mit Argwohn betrachtet werden. Nutzen sie ihren Verstand. Glauben sie mir nicht!" (1)
Die Pokerspieler sind die Banken, die „Heuschrecken" der Hedge-Fonds und Private-Equity-Firmen, Regierungen und Konzerne. Die Spielchips mit denen sie spielen sind unsere Häuser und Wohnungen, unsere Löhne, staatliches Eigentum wie Telefondienste, Post und Eisenbahnen, Arbeitsplätze und die Preise für Lebensmittel und andere wichtige Güter.o |