Inflation

Ist der Kapitalismus noch zu retten? 6.07.2009
Jetzt ist es amtlich: Das Systemende kommt unausweichlich! 23.06.2008
6% Preissteigerung, und die Löhne? - 15.2.08
Die Hyperinflation steht kurz bevor! - 27.12.07
Inflationsrate nach EU-Rechnung auf 3,3% gestiegen - 28.11.07
Inflationsrate des Großhandels abrupt auf 4,7% gestiegen - 11.1.07

Ist der Kapitalismus noch zu retten?

Überschuldung, Pleiten, Arbeitslosigkeit, Massenverarmung, Hyperinflation!

Norbert Nelte - 6.7.2009
„Dies ist die schlimmste Krise seit 48“, „seit 29“, „schlimmer als 29“, „die Schlimmste überhaupt seit Bestehen des Kapitalismus“. Die Auguren überschlagen sich mit ihren Prophezeiungen, dass es den Konsumenten der Vorhersagen nur schlecht werden kann, die Regierung bildet da keine Ausnahme, Minister Steinbrück favorisiert die 48-Variante. Nur, alle haben unrecht. Innerhalb der Marktwirtschaft wird diese Krise nie mehr überwunden werden können, sondern erst in einer ohne Konkurrenz arbeitenden solidarischen Planwirtschaft. Auch wenn die meisten „Linken“ heute nicht mehr von Karl Marx und  seinem Gesetz des „Tendenziellen Falls der Profitrate“ überzeugt sind und auch übrigens noch nie von Rosa Luxemburg und ihrem Gesetz der „Verengung des Marktes“ überzeugt waren, so müsste allen, auch den Nichtlinken zumindest die Schuldenpolitik der Staaten zu denken geben.
Allein der Staat der Bundesrepublik Deutschland hat jetzt einen Schuldenstand von über 1,6 Billionen €uro Staatsschulden, das sind über 22.000 Euro pro Kopf. Das bis jetzt (Schuldenuhr). Die Bankhilfen sowie „Garantien“ und die Konzernzuweisungen unterliegen ja der Geheimhaltung, obwohl es doch aus Deinem Geldbeutel offiziell taschendiebprofimäßig rausgeklaut wurde. Wir werden es erst nach der Insolvenz des Kapitalismus wirklich erfahren, wie hoch der Staat verschuldet ist. Bei den momentanen Steuereinnahmen rechnen selber die Profis aber in den nächsten Jahren noch mit mindestens 320 Milliarden weiterer Staatsschulden und die Rückzahlung steht in den Sternen, mit der Zinszahlung haben sie erst einmal genug zu tun.

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Jetzt ist es amtlich: Das Systemende kommt unausweichlich!

Norbert Nelte - 23.06.2008gelddrucken.gif

Nun sind doch alle Hoffnungen, das derzeitige kapitalistische System retten zu wollen, endgültig dahin. Manche haben sich schon so gemütlich hier eingerichtet mit ihrer Villa, ihrem Daimler, Porsche und Pelzmantelsammlung, und dabei hat das alles allen gehört, weil sie es alles produziert haben. Nun wird die Arbeiterklasse aus der Villa ein Obdachlosenasyl machen, die Autos bekommt Essen auf Rädern und die Pelzmäntel werden an die Rheumakranken verteilt.

Franz Mirow, Staatssekretär im Finanzministerium, zeigte sich beunruhigt über die aktuelle Entwicklung der weltweiten Inflation: Vor allem die Preisexplosion auf den Ölmärkten sorgt dafür, dass die Preisspirale immer schneller rotiert, schreibt das Handelsblatt dazu. „Man muss die Sorgen, die von den Notenbanken geäußert werden, schon sehr ernst nehmen", sagte Finanzstaatssekretär Thomas Mirow".

Also die Ölpreissteigerung zieht einen weiteren Inflationsschub nach sich. Die G7 will den Ölpreis stoppen, nur wie nach dem Peak-Oil, es wird doch trotz Saudi-Arabiens Zusage, mehr zu fördern, weltweit immer weniger gefördert und angeboten. Über 145 notierte schon das Fass und 180 werden wohl locker erreicht. Anfang des Jahrtausends stand der Barrel noch bei 25.

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6% Preissteigerung, und die Löhne?
Norbert Nelte - 15.2.2008

NOGELD 250.jpgBevor der Verdi-Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes abgeschlossen ist, ist die Tariferhöhung schon aus Deinem Geldbeutel entwendet worden. Als Taschenspielertrickser tritt wie immer das große Kapital auf, assistiert von der Gewerkschaftsbürokratie. Wie das, die hat doch tolle 8% gefordert, also, sie will sogar die Reallohnverluste der Vergangenheit wieder wettmachen, denkt man. 8% langt aber nicht mal mehr für die Preissteigerung. Die Großhandelspreise allein für die Lebensmittel sind im Januar bereits um 6% gestiegen, Getreide gar um 50%. (Spiegel)


Im Oktober 2007 dagegen stiegen die Großhandelspreise noch nur um 4,7%. Nur ist die Inflation für Lebensmittel jetzt schon bei 6%, am Jahresende werden wir auch von 6% nur noch träumen können.


Die Kreditkrise wird alleine schon für weitere Preissteigerung sorgen, aber auch die andauernden Kriege und die Ungleichgewichte der Weltwirtschaft. Die Kreditkrise hat schon ganz gehörig die Sachsen-LB, die IKB und die West-LB gebeutelt, aber auch die Postbank, die BWLB, die BLB und auch die Großen. Von der Bayrischen Landesbank spricht man ja, dass sie noch 30 Milliarden fauler Kredite abzuschreiben hätte, die West-LB noch 25 Milliarden, das wird die West-LB zerreißen, wie mühsam hat Land, Bund, Sparkasse und Banken um die bisherigen 1,5 Milliarden geschachert. Die Sparkassen haben schon abgelehnt, die Banken winden sich nur die 0,5 Milliarden zu übernehmen, haben sie doch alle selber noch faule Papiere im Keller. Auf 4 Billionen werden die faulen Kredite weltweit noch geschätzt. Wenn eine Bank fällt, wird das wie ein Dominoeffekt die anderen mit in den Untergang reißen. Deshalb bietet Steinbrück der West-LB 1 Milliarde an und hat der IKB von Deinen Steuergeldern 1 Milliarde in den Rachen geschmissen. Kassenwart Steinbrück sagt mit zusammengebissenen Zähnen „Für die restlichen 200 Mio. Euro wird es eine Lösung geben, die im Zweifelsfall im laufenden Haushalt eingesammelt werden muss". Warum kann er nicht die Zähne für die Armutskinder oder die Pendler zusammenbeißen?

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Von Hyperinflation spricht man in der Regel bei 50% Preissteigerung. Damit ist in Amerika noch in diesem Jahr zu rechnen. In Europa wird diese Marke wahrscheinlich 2009 erreicht.

Die Hyperinflation steht kurz bevor!

von Norbert Nelte

27.12.2007

inflations-briefmarke.jpgDie USA und Europa werden mit Geldscheinen förmlich überschwemmt. Nein, das landet nicht bei Dir im Portmonaie an, sondern bei den Banken. Die Banken haben keine liquiden Mittel mehr, da sich alle bei der Hypothekenkrise verausgabt hatten. In den Vereinigten Staaten wurde die Geldmenge um 16% gesteigert. Wenn man davon  6% abzieht, die sie vielleicht noch vom Ausland geliehen bekommen, dann wären das schon eine Inflation von 10%.
Die Superinflation ist schon nicht mehr auf die USA und Europa beschränkt. Auch in China steigen die Lebensmittelpreise um 16%. Die amerikanische Zentralbank (FED) hat ständig Dollars in die Banken hineingepumpt in der Hoffnung, sie könnten sich selbst sanieren. Z.B. erhielt die größte Bank von Amerika, die Citigroup, 49 Milliarden Dollar an kurzfristigen Finanzspritzen, da haben die 7,5 Milliarden von Abu Dhabi nicht gelangt. Da, es hört nicht auf, ich bin beim Schreiben, da kommt eine neue Nachricht  am 27.12. vom Spiegel: "Citigroup stehen weitere Milliardenabschreibungen ins Haus"
Morgan Stanley erhielt eine 5 Milliarden Finanzspritze aus China. Bei Merrill Lynch wird mit 16 Milliarden Verlusten aus dem Hypothekengeschäft gerechnet (Reuters).
 »Insgesamt verschafft sich Merrill Lynch bis zu 7,5 Milliarden Dollar frisches Kapital. Der singapurische Staatsfonds Temasek erwirbt Aktien für 4,4 Milliarden Dollar und sicherte sich Kaufrechte für weitere Anteilsscheine im Wert von 600 Millionen Dollar. Zudem steigt die US-Fondsgesellschaft Davis Selected Advisers für 1,2 Milliarden Dollar bei dem Geldhaus ein. Weitere 1,3 Milliarden Dollar fließen dem Institut durch den Mehrheitsverkauf seines Mittelstands-Finanzierers an General Electric zu.«
Die Aktie ist in diesem Jahr um 40% gefallen. Aus dem stolzen Vorzeigehaus ist ein Schnäppchen auf den Pokertischen geworden.

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Inflationsrate nach EU- Rechnung auf 3,3% gestiegen

von Norbert Nelte

28.11.2007

NOGELD 250.jpgAlle Medien melden einen Preisanstieg von 3% und vertrauen dabei dem Statistischen Bundesamt. Das europäische Statistische Amt traut der bundesdeutschen Statistik schon lange nicht mehr und gibt die Preissteigerung mit 3,3% an, harmonisierter Verbraucherpreisindex nennt das die Amtssprache. Das ist natürlich kein wesentlicher Unterschied, aber er zeigt, wohin die Reise weiter gehen wird. Seit 13 Jahren gab es eine so hohe Preissteigerung nicht mehr.

Bei 2% hätte die Europäische Zentralbank (EZB) eigentlich schon die Zinsen erhöhen müssen. Höhere Zinsen beschränken die Kredite, und damit auch die Geldmenge und somit würde eine niedrige Geldmenge bei gleich bleibendem Warenangebot die Preise drücken. Aber höhere Zinsen gefährden wieder das Wirtschaftswachstum, dessen Anstieg sowieso schon von 2,9% in 2006 auf nur 2,4% im 3. Quartal 2007 gefallen ist. Also was die EZB jetzt machen wird, wird es verkehrt sein, deshalb macht sie erstmal gar nichts und lässt den ganzen Schlamassel von ihren Auftragsauguren gesund zu beten, z.B. im Spiegel von Roland Döhrn vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI):„Dennoch sieht der Experte keinen Grund zur Panik. In diesem Jahr habe die Mehrwertsteuererhöhung die Inflationsrate angeheizt, im kommenden Jahr falle dieser Effekt weg. Schon dadurch werde die Teuerung um etwa einen Prozentpunkt gedämpft, betonte er."
Lieber Preissteigerung als Stagnation ist die Devise des großen Geldes, denn wird nur der Spargroschen der kleinen Leute weggefressen, nicht ihre tollen Aktienpakete.

 

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Inflationsrate des Großhandels abrupt auf 4,7% gestiegen

11.1.2007

Norbert Nelte

Die Preissteigerungen werden immer bedrohlicher. Offiziell wird immer nur von einer Verbraucherpreissteigerung von 2,4% ausgegangen, aber für die Lohnabhängigen liegt hier ein Trugschluss vor. Relativ wenig steigen im Verhältnis zu den Gesamtpreisen die Mieten.

Die Familien müssen aber mit dem restlichen variablen Einkommen haushalten, und dieses steigt überproportional. Man spricht hier auch von gefühlter Preissteigerung. Das hört sich so an, als ob man sich das einbilden würde. Richtiger wäre von der Preissteigerung des frei verfügbaren oder variablen Einkommens zu reden.

Bei diesen Ausgaben ergibt sich schon ein ganz anders Bild. Der Durchschnittshaushalt (siehe Wägungsschema) hat etwa 1/3 für die Miete zu bezahlen. Über 2/3 kann er frei verfügen. Hier steigen die Preise schneller und hiermit muss man haushalten, hier frisst sich direkt das Loch in's Portmonaie. Da schlagen die Stromkosten mit 7,4% mehr (jeweils September gegenüber Vorjahr) und das Benzin 8,9% schon mal das größte Loch. Glücklich, wer Gas hat, das stieg nur um 1,4%. Weiterhin wirkt sich der Preisanstieg für das Bildungswesen (+ 27,0%), Tabakwaren (+ 4,9%) und Verkehr (+ 4,6%) stark aus. (Alle Werte: Statistisches Bundesamt)

Die Preissteigerungswerte der Verbraucherpreise für den Oktober liegen noch nicht vor. Nach dem Anstieg der Großhandelspreise von 4,7% für den Oktober nach zu urteilen, werden bei den Nahrungsmitteln auch hohe Preissteigerungen zu erwarten sein. Die Großhandelspreise  stiegen im August noch um 2,5% und September um 4,0% an. Sie werden um 2-3 Monate zeitverzögert beim Verbraucher ankommen. Butter, Brot, Milchprodukte, Kaffee, Getränke werden den Index im Oktober steigen lassen. Voraussichtlich meldet das Statistische Bundesamt zwar nur eine gleich Steigerung der Verbraucherpreise wie im September von 2,4%, sagt aber gleichzeitig vollkommen unverständlich, dass das 0,2% mehr seien als im September. Klarer sagt das der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland aus, nämlich 2,7%.

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