, 01.07.2007 - bisherige Aufrufe: 1232

Serie: China, ein freundlicher Imperialist? - Teil 2 - 1.9.2008

Serie: China, ein freundlicher Imperialist? - Teil 1 - 22.8.2008

Serie: China, ein freundlicher Imperialist? - Teil 2

Francis Byrne , 01.09.2008

chinaimp.jpgDieser Teil sollte gelesen werden nach: Erster Teil: Aktuelles und der nationale Unabhängigkeitskampf Chinas

Zweiter Teil: Von Mao zu Deng

Maos „Großer Sprung nach vorn"

Nach der erfolgreichen Befreiungsbewegung und der Machtübernahme durch Maos Kommunistischer Partei konnten die meisten Chinesen am Anfang der 1950er Jahre Verbesserungen ihrer Lebenssituation verzeichnen. Die absolute Macht der regionalen Grossgrundbesitzer war gebrochen, Land wurde zu einem großen Teil zwischen den Bauern aufgeteilt, Inflation und die hohe Arbeitslosigkeit wurden vorübergehend unter Kontrolle gebracht.

Um aber die eigenen Grenzen gegen die nach wie vor drohenden imperialistischen Staaten zu verteidigen, musste die nun herrschende bürokratische Klasse versuchen, das Land im Eiltempo zu industrialisieren und aufzurüsten. Akkumulation um der Akkumulation willen war für das vom Imperialismus rückständig gehaltene China die Triebfeder, um wirtschaftlich und militärisch aufzuholen. Und dies ging natürlich nicht auf demokratischem Wege sondern nur mit Härte und auf dem Rücken der arbeitenden Massen.

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Serie: China, ein freundlicher Imperialist? - Teil 1

Francis Byrne - 22.08.2008

chinaimp.jpgErster Teil: Aktuelles und der nationale Unabhängigkeitskampf Chinas

China, das Gastgeberland der Olympischen Spiele bietet ein sehr komplexes und widersprüchliches Bild. Einerseits Diktatur mit rotem Deckmäntelchen, andererseits Hoffnung für so manches kapitalistische Unternehmen.

China war im Jahr 2005 mit 15,4 Prozent Anteil am globalen Bruttoinlandsprodukt die zweitstärkste Volkswirtschaft (nach den USA mit damals noch 20,1 %). Die stärksten 25 Volkswirtschaften der Welt machen rund 80 Prozent des Welthandels aus. China wird voraussichtlich im kommenden Jahr 2009 die USA als größten Hersteller von Industrieprodukten ablösen und etwa 17 Prozent aller industriell erzeugten Produkte auf der Welt herstellen. Ebenfalls 2009 wird China voraussichtlich Deutschland bei den Exporten von Platz eins verdrängen und größte Exportnation der Welt sein.

Unterbrochen von einer Krisenperiode am Ende der 1980er Jahre wächst die Wirtschaft Chinas seit etwa 30 Jahren. Allerdings hat der rasante Wirtschaftsaufschwung viele Schattenseiten: soziale Ungleichheiten innerhalb des Landes wachsen stark an. Es gibt viele neue Millionäre und Milliardäre einerseits, andererseits hungert ein riesiger Teil der Bevölkerung. Die Weltbank schätzt, dass jährlich etwa 750.000 Chinesen an Folgen von Umweltverschmutzung sterben; etwa 700 Millionen Chinesen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Von der Liste der 20 verschmutztesten Städte der Welt befinden sich 16 in China.

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