, 01.07.2007 - bisherige Aufrufe: 1232

Die Marktwirtschaft

Über die Ursache der weltweiten Finanzkrise! - 27.05.2010

Die DM wird auch nicht mehr das deutsche Kapital retten - 09.05.2010

Schuldenrepublik Deutschland - 10.1.2010

Die postkapitalistische Produktionsweise - 12.01.2008

Rente ab 77 und steigende Kinderarmut: Sachzwang im Kapitalismus - 02.12.2007

Trotz Miniaufschwung Das Spiel ist aus - Nichts geht mehr, Teil I - 22.4.2007

Trotz Miniaufschwung Das Spiel ist aus - Nichts geht mehr, Teil II - 26.4.2007

Heuschrecken weiter auf Einkaustour - Doch Gegenwehr formiert sich - 4.01.2007

Wird der linke Keynesianismus mit einem nachfrageorientierten Konjunkturprogramm

uns retten können? - 31.08.2006

Heuschrecken, Das letzte Aufgebot des Kapitals! - 02.08.2006

 

Über die Ursache der weltweiten Finanzkrise!
Die Regulierung der Finanzmärkte schafft nur Illusion und ändert NICHTS
Norbert Nelte 27.05.2010
Die Regierung, die Opposition, die Mehrheitspresse und leider auch die bürgerliche Linke Partei rufen lauthals nach der Regulierung der Finanzmärkte, und meinen dabei neben den Einnahmen auch den Verursacher der Finanzkrise zu treffen. Nur das Desaster der Marktwirtschaft wird dennoch unendlich weitergehen und schmerzhafte Kürzungsmassaker vollziehen. Die Griechen, Spanier und Portugiesen haben dagegen die Streik- und proletarische Kampfwaffe und mehr und mehr Länder werden sich dem anschließen. Im Bundestag werden auch Überlegungen angestellt, wo die Geldherrschaften die Arbeiterklasse weiter abzocken können. Die ständigen Kürzungsorgien werden erst dann ein Ende finden, wenn die wirkliche Ursache der Finanzkrise beseitigt ist. Was ist das und gibt es überhaupt eine Lösung?
Die Schuldenkrise trat dann besonders scharf auf, als die reale Wirtschaft um 5% zurückfiel und die Staaten aufgrund fehlender Steuereinnahmen sich überschuldeten. Was ist passiert?
Zuerst fällt auf, dass es nach China gar keine neuen Märkte mehr gibt, aber die Marktwirtschaft von ständig neuen Märkten abhängig ist, da das Kapital in der Krise auf Grund aussichtsreicher Verkäufe die Gewinne gar nicht wieder reinvestiert und damit in den Wirtschaftskreislauf zurückgebe. Die meisten Linken verdrängen dies Problem mit dem Argument, dass der innere Markt neue Produkte schaffe und die Wirtschaft sich somit ausweiten würde. Nur wir haben ein neues Massenprodukt, das Elektroauto, aber niemand kauft es an Mangel an Geld.

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Die DM wird auch nicht mehr das deutsche Kapital retten.
Der Kapitalismus wechselt jetzt von der Bettel- in die Gelddruckphase!
Norbert Nelte - 9.5.2010
Bei uns im Jammertal der deutschen Lande hat sich der Zusammenbruch der Marktwirtschaft 2010 als die Euro-Krise gezeigt, die zuerst in Griechenland ausbrach und dann alle weiteren überschuldeten Länder erfassen wird, also außer Luxemburg und Finnland praktisch alle. In diesem Zusammenhang ist es interessant, dass nicht nur Griechenland gemogelt hat, sondern alle, auch Deutschland. Sie wollten doch alle eine so schöne heile Welt vorgaukeln, doch mit der Gaukelei ist jetzt nach der NRW-Wahl Schluss.
Die Wallstreet-Spekulanten schießen sich inzwischen auf Portugal (Link 1) ein, um den Weg gegen Spanien zu ebnen. Jetzt heißt es für die Regierung, raus aus dem Euro, sonst wird Deutschland unendlich weiter für die Spekulanten zahlen müssen.

Das Finanzamt, der Zoll, von der Telecom die Telefonsäulen in einigen Städten und Märkten wurden schon nach der Aussage aufmerksamer Beobachter auf die Doppelwährung von Euro und DM umgestellt.

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Schuldenrepublik Deutschland

Norbert Nelte - 10.1.2010

Der IWF will nur noch Staaten Geld 2010 leihen, die nicht mehr als 4,7% vom BSP Schulden aufnehmen. Darunter fallen Griechenland, (Verhandelt im Febr. mit China zum Kauf griechischer Staatsanleihen) Italien, Spanien, Ungarn, die baltischen Staaten, Irland, aber auch Frankreich und Deutschland, praktisch ¾ der EU. Alle Staaten müssen jetzt exorbitante soziale Kürzungsmaßnahmen durchführen, in deren Verlauf es zu Aufständen kommen wird, da die Menschen in Europa ein derart zu erwartenden Lebensstandard wie vor dem 2. Weltkrieg nicht Willens sind, hinzunehmen. Wie weit wird das Deutschland betreffen?

2009 wird Schäuble über 100 Milliarden Verlust einfahren, 96,9 hat er schon für die ersten 3 Quartalen 2009 zu vermelden gehabt. Das wäre hochgerechnet knapp 120 Mrd., schon 6% vom BSP. Für 2010 kündigt er wieder 100 an (85 Etat + 15 Bankenfond). Aber das gäbe es bei einem leichten Aufschwung, bei einem weiteren Abschwung kommt eben noch mehr. Außerdem hat die KfW schon 70 Mrd. für 2010 angefordert, das werden wohl 200-300 oder mehr werden, die anderen Banken wir West-LB oder HRE brauchen ja auch noch Freikäufe, das werden gut zweistellige Prozentzahlen zum BSP.

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Die postkapitalistische Produktionsweise

Norbert Nelte

12.01.2008

profit_-ende_250.jpgBasisdemokratisch solidarischer Plan oder Zwangswirtschaft in einer Gefängnis-Sklavenhaltergesellschaft, Sozialismus oder Barbarei?
Ein Gespenst knirscht rund um die Welt. Die Angst vor der Finanzkrise treibt im Londoner Finanzbezirk „City of London" die Manager immer mehr in die Praxen der Arbeitsmediziner und Psychiater. „Fachärzte sehen einen kausalen Zusammenhang zwischen den Turbulenzen im internationalen Bankwesen und den steigenden Erkrankungszahlen." schreibt das deutsche Ärzteblatt. „Unsere Patientenzahlen sind binnen zwölf Monaten um zwischen 30 und 40 Prozent gestiegen", so Mark Beadle, Hauptgeschäftsführer von „Capio Nightingale Hospitals", einem privaten Anbieter psychiatrischer Versorgungsangebote in der Londoner City. „Unsicherheiten im internationalen Bankgeschäft und speziell der credit crunch in Amerika und dessen weltweite Auswirkungen haben dazu geführt, dass immer mehr Mitarbeiter im Bank- und Kreditwesen nervös geworden sind. Die berufliche Zukunft scheint unsicher und das führt unweigerlich zu stressbedingten Beschwerden."
Langsam hat sich auch das Ende der kapitalistischen Produktionsweise auf der Basis der Profitproduktion bei den Eliten der Banken, Konzerne und der Politik herumgesprochen. Die Produktivität ist schon zu weit vorangeschritten, so dass der Anteil der Arbeit als einzige Quelle des Mehrwertes immer weiter verschwindet und durchschnittlich kaum mehr im produzierenden Gewerbe eine lukrative Profitrate erzielt werden kann.
In Deutschland fiel die Profitrate nach Robert Brenner in 1993 schon auf 3,5% (Robert Brenner, Boom & Bubble, S. 53). Da bringt ja schon jedes einfache Sparkonto mehr. Die meisten Menschen verwechseln die Profitrate immer mit den riesenhaften Milliarden Gewinnen. Aber das ist verkehrt. Natürlich muss man die Jahresgewinne immer in das Verhältnis zum eingesetzten Kapital setzen, und da sieht es eben nicht mehr so berühmt aus.
Die Betriebe rationalisieren doch, warum steigt dann die Profitrate nicht? Die Überlegung ist fürs erste schon richtig, nur, die Konkurrenz schläft ja auch nicht und rationalisiert auch. Somit steigen zwar die Kosten, aber die Preise werden letztlich nach unten gedrückt, die Profitrate sinkt. Das von Karl Marx entdeckte Gesetz des tendenziellen Falls wird von uns auf der Homepage einfach erklärt:.

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, 26.04.2007 - bisherige Aufrufe: 1223

, 22.04.2007 - bisherige Aufrufe: 3070

Rente ab 77 und steigende Kinderarmut: Sachzwang im Kapitalismus

von Francis Byrne

02.12.2007

MASAREEL.jpgBundesinnenminister Schäuble hält eine Anhebung des Renteneintrittalters auf 70 Jahre für unausweichlich. Schnell wird er noch von Hans-Werner Sinn, dem Präsidenten des Münchener Ifo-Instituts übertroffen. Der forderte sogar ein Renteneintrittsalter von 77 Jahren. Das würde für die allermeisten Lohnabhängigen eine Streichung der Rente auf Null bedeuten; das würde für die meisten Rente-Grabstein heißen.

Parallel zu realen Renten- und Lohnkürzungen, Arbeitszeitverlängerungen, Hartz 4 etc. steigt auch die Anzahl der von Armut betroffenen Kinder an. Der Bericht des Kinderhilfswerks 2007 meldet 2,5 Millionen von Armut betroffene Kinder. Die Zahl der auf Sozialhilfe angewiesenen Kinder hat sich seit der Einführung von Hartz 4 verdoppelt. Diese Kinder haben zum Teil kein eigenes Bett, können nicht ausreichend ernährt und medizinisch versorgt werden.

Selbst angesichts der sozialen Abwärtsspirale ins Bodenlose macht sich bei den Führungen der meisten Gewerkschaften noch kein Kampfeswillen bemerkbar. Im Gegenteil: die Sachzwanglogik der kapitalistischen Konkurrenz gibt den Takt vor, der neue IGMetall-Vorsitzende Huber singt die Titelmelodie. Auf dem Gewerkschaftstag Anfang November gab es Anträge, die Arbeitszeit in der Metallbranche auf 30 Stunden pro Woche zu kürzen. Aber auf einer Pressekonferenz nach seiner Wahl sagte er: „Können wir angesichts der Globalisierung die Arbeitszeiten für alle weiter verkürzen? Ich glaube nicht. ... Wir leben schließlich nicht in einem konkurrenzfreien Raum." (1)

Der Sachzwang

Die Logik und die Notwendigkeiten der kapitalistischen Konkurrenzwirtschaft werden über die Bedürfnisse der Menschen gestellt. Bei Wikipedia, heisst es: „Als Sachzwänge werden äußere Umstände bezeichnet, die als vermeintlich nicht veränderbare Grundlagen eine wichtige Rolle bei der Entscheidungsfindung spielen. Oft dienen sie als Begründung, warum politische Entscheidungsträger gegen ihre (tatsächliche oder vermeintliche) Überzeugung gehandelt haben." (2)

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Trotz Miniaufschwung, Das Spiel ist aus - Nichts geht mehr, Teil I Sensemann.jpg

1. Die Profitrate

Norbert Nelte

22.4.2007

Noch ist kein Kräutlein gegen den tendenziellen Fall der Profitrate und ge­gen die Grenzen des Marktes gewachsen. Nur die anteilsmäßig schwin­dende Arbeit ist die Quelle des Profits und der Markt bleibt begrenzt, die Erde bleibt nun mal eine Kugel.

Der Kapitalismus neigt sich seinem Ende zu, auch wenn seine Anhänger den derzeitigen Mi­niaufschwung noch so sehr bejubeln. Er wird leider nicht nachhaltig sein und der Abwärts­gang wird weiter und schneller voranschreiten, gerade wegen des Miniaufschwungchens. Aber eins nach dem anderen.

Die Realität des tendenziellen Falls der Profitrate.

Dieser Fall ist ein von Karl Marx im „Kapital" entdecktes Phänomen und bis heute nicht schlüssig widerlegt, höchstens nicht verstanden. Mit der Arbeitswertlehre stellt er fest, woraus der Wert einer Ware sich zusammensetzt. Einerseits wäre das das konstante Kapital (c), die Ab­schreibung für die Maschinen, die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, der Gebäudeanteil und sonstige Anlagen, also alles Ausgaben, die schon bezahlt wurden, die bereits kristallisierte Arbeit, bei der der Vorkapitalist sich einen Mehrwert einbehalten hat; aber nur der Durchschnitt, der für die Ware aufgewendet wird. Andererseits wäre das die gesamte durchschnittlich notwendige Arbeitskraft, den Neuwert oder die Wertschöpfung.

 

Trotz Miniaufschwung Das Spiel ist aus - Nichinflationsgefahr.jpgts geht mehr Teil II

2. Die Grenzen des Marktes

1. Die Profitrate

Norbert Nelte

26.4.2007

Rosa Luxemburg analysierte in ihrem Werk „Die Akkumulation des Kapitals" das Ende des Kapitalismus viel dramatischer als Karl Marx, der es langsam einschlummern sah. In der Antikritik fasst sie ihre Erkenntnisse auf den Punkt gebracht zusammen:

»Der Imperialismus ist ebensosehr eine geschichtliche Methode der Existenzverlängerung des Kapitals, wie das sicherste Mittel, dessen Existenz auf kürzestem Wege objektiv ein Ziel zu setzen. Damit ist nicht gesagt, dass dieser Endpunkt pedantisch erreicht werden muss. Schon die Tendenz zu diesem Endziel der kapitalistischen Entwicklung äußert sich in Formen, die die Schlussphase des Kapitalismus zu einer Periode der Katastrophen gestalten.«. (1)


Marx war der Auffassung, dass das, was weltweit produziert wird, auch letztlich seine Käufer finden wird. Bei dieser Betrachtungsweise wird aber der ständige Abbau von Arbeitsplätzen und damit Konsumenten nicht betrachtet. Das Kapital produziert aber blind im Voraus für einen unbekannten Markt und produziert deshalb ständig einen Überschuss an Konsumgüter (Butterberge-Autohalden). Die Produktionsmittel, die Herstellungsmaschinen, deren Anteil zunimmt, werden dagegen von dem Kapital nur bei guten Konjunkturaussichten nachgefragt. Luxemburg dagegen meinte anders als Marx, dass deshalb man in nichtkapitalisierte Räume ausweichen müsse, zuerst auf das land und dann in das Ausland. Wenn alle nichtkapitalisierten Räume kapitalisiert sind, sind die Grenzen des Marktes erreich und lange vorher wird die Wirtschaft in „Todeszuckungen" verfallen, wie sie sich oft ausdrückte.

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, 04.01.2007 - bisherige Aufrufe: 2866

Heuschrecken weiter auf Einkaustour - Doch Gegenwehr formiert sich

Francis Byrne

4.01.2007 heuschrecke.jpg

Uns wird immer erklärt, es sei kein Geld mehr in den Kassen. Tatsächlich sind Unsummen Kapital vorhanden. Das Problem des Kapitals ist es aber, dafür gewinnträchtige Investitionsmöglichkeiten zu finden. Im Verhältnis zum eingesetzten Kapital erwirtschaften die Bosse einen immer kleiner werdenden Gewinn.

Doch etwa seit Mitte der Achtziger Jahre gibt es eine neue Möglichkeit, dieser Entwicklung, allerdings nur kurzfristig, entgegenzutreten. Finanzinvestoren - sogenannte Hedge Fonds und Private Equity Investoren - investieren nicht in Firmen, um an der Produktion dieser Unternehmen zu verdienen, sondern behandeln diese Firmen als Spekulationsobjekt.

Für das Kapital sind diese Investmentfirmen eine der wenigen übrig gebliebenen Möglichkeiten, noch eine gute Rendite zu verdienen. Für die Arbeiter sind diese Übernahmen aber eine Katastrophe, denn ihnen droht die massenhafte Entlassung.

"Sie kommen aus Amerika, Großbritannien oder Schweden. Sie kommen mit gefüllten Taschen. Und spätestens seit der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering sie als "Heuschrecken" bezeichnet hat, kennt sie in Deutschland jeder: außerbörsliche Beteiligungsgesellschaften, auf neudeutsch "Private-Equity-Fonds" genannt.

Seit einigen Jahren drängen Gesellschaften wie Kohlberg Kravis Roberts (KKR), Blackstone, EQT, Apax oder Permira auf den deutschen Markt. Sie machen sich daran, die Deutschland AG umzukrempeln." (FAZ, 20.9.2006)

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Wird der linke Keynesianismus mit einem nachfrageorientierten Konjunkturprogramm uns retten können?KEYNES.jpg

von Norbert Nelte

31.08.2006

Wie die WASG die Wirtschaft wieder ankurbeln will

 „Die Wirtschaft hat der Versorgung des Menschen zu dienen. Die Unterwerfung des Menschen unter die Interessen der Wirtschaft lehnen wir ab.“ heißt es im Gründungsprogramm der WASG.

Dieser Satz hält die Anhänger der Marktwirtschaft als auch die der Basisplanwirtschaft gleichermaßen zusammen. Wenn dieses Ziel mit der Marktwirtschaft nicht mehr zu erreichen ist, würden sich auch fasst alle reformistischen WASGler für einen solidarischen Basisplan früher oder später entscheiden. Wir sind überzeugt davon, dass der überwiegende Teil den Lohnkürzungen nicht solange zusehen werden, bis diese chinesisches Niveau von 70 Cent erreicht haben – jedenfalls werden sie so den obigen zentralen Satz des Gründungsprogramms nicht verstehen. 

Damit wir auch nicht dann auf den St. Nimmerleinstag warten müssen, sollten wir uns heute schon Gedanken machen, wie sicher das Argument unserer Partei ist, das Ziel der Unterordnung der Wirtschaft unter die Bedürfnisse des Menschen einzuschätzen ist.  
Die Wahlalternative steht bei ihren Vorschlägen zur Lösung der wirtschaftlichen Verwerfungen in der Tradition des linken Keynesianismus mit ihren Hauptvertretern Starcheys und Joan Robinsons. Entsprechend schlägt sie in ihrem Gründungsprogramm vor;
 
Werden Sozialleistungen und Löhne erhöht, wachsen Nachfrage, Absatz, Produktion und Beschäftigung. .. Ohne vermehrte öffentliche Investitionen und eine Stärkung der Massenkaufkraft kann aktive Arbeitsmarktpolitik auch in Zukunft nur das Elend der Massenarbeitslosigkeit verwalten.“
Klar bringt das Gründungsprogramm der geschäftsführende Vorstand Thomas Händel in der Homepage auf den Punkt:

„Deshalb braucht es zu einer wirklich anderen (Wirtschafts-)Politik eben drei ganz wesentliche Faktoren: Die Stärkung der Masseneinkommen, einer produktivitätsorientierten Lohnpolitik und einer offensiven öffentlichen Investitionspolitik - dann klappts auch mit dem Wachstum. In Zeiten wirtschaftlicher Krise kommt dem staatlichen Handeln große Bedeutung als Impulsgeber für die Wirtschaft zu. Um die Konjunktur anzuschieben bräuchte es Mehrausgaben - auch über Schulden finanzierte. Sie ziehen weitere Investitionen u.a. aus der Privatwirtschaft nach sich. In Zeiten der Hochkonjunktur können dann gemachte Schulden wieder abgetragen

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Heuschrecken, Das letzte Aufgebot des Kapitals!

von Norbert Nelte

02.08.2006

GELDTOON.jpgFinanzminister Steinbrück will mit den Private-Equitys ins Geschäft kommen!

Am 22.6. traf sich Finanzminister Steinbrück ganz diskret mit Stan O’Neill von Merrill Lynch. Es wurden die Kaufinteressen der Heuschrecken an dem restlichen Staatseigentum sondiert. Dabei rückte neben Autobahn, Flughäfen und Bundesbahn die Telekom ins aktuelle Interesse. 20 Mrd. wird der Kassenwart für den restlichen 30%igen Staatsanteil an der Telekom wohl hingeblättert bekommen. Damit kann er die 5 Mrd. an die Reichen für die Senkung der Kapitalertragssteuer von 39 auf 30% und die zusätzlichen Kriege bezahlen. Für nächstes Jahr hat er noch die Eisenbahn im Angebot usw. (1) Da will die Regierung schon mal die DB zerschlagen lassen, damit sie sich leichter verhökern lassen kann. Dem steht aber die Eisenbahner-Gewerkschaft entgegen und Steinbrück wird hoffentlich statt €uros Sturm ernten. Das Haus Blackstone besitzt schon über 2,7 Mrd. € Telekom-Aktien, das sind 4,5% des Telekom-Konzerns. Das haben sie nur mit 400 Millionen € Eigenkapital finanziert, 2,3 Mrd € haben die Banken geliehen. Wo Geld ist, fließt auch Geld hin. Der gesamte Aktienwert der Telekom liegt bei 55 Mrd.  Das wird Blackstone mit Hilfe des Investmentbanker von Merril Lynch zusammen mit anderen Private Equiti Häusern schultern, so, wie es sich zusammen im Konsortium mit den Häusern Apax, KKR, Permira und Providence für 12,7 Mrd. die dänische Exstaatstelefonunternehmen TDC unter den Nagel gerissen hat. Genau diese versuchen jetzt auch, erweitert um Cinven und Texas Pacific Group, mit 14 Mrd. die Portugal Telecom zu ergattern, alles Namen, über die wir in Zukunft noch öfters stolpern sollten. Die heutigen Anteils-/Eigner der europäischen Telefongesellschaften lesen sich wie die Einladerliste zum Festbankett der „Master of the Universe“. Da will der Vorstand der Telekom die Rendite auf 9% steigern und hauptsächlich über die Schließung vieler Call-Center 32.000 Arbeitsplätze abbauen, um sich den Private-Equitys anzubieten und vom Global-Player zum Universal-Player aufzusteigen. (2)

Die weltweit größten Private-Private-Equity-Häuser    Fond in Mrd. $

Blackstone                            12,5
KKR                                    11,0
Apollo                                  10,5
Carlyle                                  10.0
Goldman Sachs                       8.5
Warburg Pincus                       8,0
Thomas H. Lee                       7,5 (3)

Der " Master of the Universe", die Texas Pacifik Group (TPG) ist von seinem Husaren-Ritt bei Grohe und Gate Gourmet den meisten Lesern der linkenzeitung.de schon bekannt. Beim Sanitärhersteller Grohe schmiss er von 4.300 Mitarbeitern gleich 1.200 raus. Grohe liegt in Münteferings Wahlkreis, weshalb dieser sich auch des Heuschreckenthemas annahm und damit heuchlerisch Wahlkampf machte. Heuchlerisch deshalb, weil seine Partei, die SPD, ja selber unter Schröder zum 1.1.2005 die Hedgefonds zugelassen hatte. Auf Drängen der deutschen Unternehmerverbände, weil sie in ihrem Portfolio noch Papiere brauchten, mit denen sie im Gegensatz zur lahmen Profitproduktion noch fett Kohle machen konnten und das normale Aktien-Wett-Casino auch nicht mehr das ist, was es einmal war. Durch die vielen Kriege lässt sich keine Einseifungsblase mehr aufpusten.

Weite