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Editorial Die Welt ähnelt immer mehr den Endzeitfilmen. Kaum hat man den einen Krieg begriffen, folgt auch schon der nächste und der übernächste. Das hat nicht alleine mit mehr Information zu tun, sondern mit der gegenüber den 60er Jahren geringen Profitrate und der Verengung der Märkte. Die Konkurrenz wird immer härter und der Kapitalismus zeigt immer mehr sein Wolfsgesicht. Niemand glaubt mehr, allen Menschen Arbeit zu geben. In manchen Gegenden der Welt herrschen willkürlich Clanbanden und vielen abertausenden Menschen winkt nur der Hungertod. Auch Deutschland bleibt von Armut nicht ausgenommen. Wichtige Teile des Imperialismus sind bereits zusammengebrochen. Zuerst fand der bürokratische Staatskapitalismus sein Ende, dann sank der privatkapitalistische Staatskapitalismus in Südostasien in die Knie. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann der Rest folgt. Die Linke hat kapituliert. Trotz der Agonie des Kapitals orientiert sie sich immer stärker am Reformismus der PDS oder marschiert direkt in das Lager der Rechten. Walser, Enzensberger, Mahler, Rabehl und jetzt Sloterdijk waren nur der Anfang - es werden noch viele folgen. Die Orientierung am Reformismus resultiert aus der Tatsache, weil sie eine praktikable Antwort für jetzt sucht, obwohl die Arbeitermassen heute noch nicht bereit sind, zu kämpfen. Das führt zum Stellvertretertum und schließlich zur Kapitallogik. Wir müssen uns aber immer daran erinnern, daß noch 1912 die Bolschewiki in Petrograd nur 5 Mitglieder hatten und fünf Jahre später, 1917, haben sie die Welt schon auf den Kopf gestellt. Sie wußten, keine Scheinführung führt zur Revolution, sondern das Studium des authentischen Marxismus verbunden mit der Praxis als Schulung, aber Praxis, ohne Illusion. Die IS hat sich diese Aufgaben zur Losung gemacht und wir sind uns relativ sicher, daß wir, je mehr die Herrschenden sich streiten, der Zukunft den Stempel der Arbeiterklasse aufdrücken werden. Trotz alledem ... Links geht's lang zurück zum Seitenanfang |