Schießwütige rassistische Cops erhalten Freispruch

Mit 41 Schüssen brachten vier schießwütige Cops in New York den unbewaffneten schwarzen Amadou Diallo im Februar letzten Jahres um.
Vor Gericht wurden die vier nun freigesprochen, weil sie - so das Argument des Richters - in Notwehr handelten. Die Geschworenen, vier Schwarze und acht Weiße, hatten auf unschuldig plädiert.
Empört über den Freispruch versammelten sich nach der Verhandlung einige Tausend Demonstanten und forderten, dass den Polizisten erneut der Prozess gemacht wird. Sprechchöre wie »Amadou could be you« (»Du könnstest Amadou sein«) rufend zogen sie durch die Straßen New Yorks.
Der New Yorker Bügermeister Giuliani, der vorletztes Jahr damit angefangen hatte, die Bürgerrechte massiv zu beschneiden und die Rechte der Polizeigewalt extrem auszudehnen, musste den Freispruch geradezu verteidigen, wenn er seine eigene Politik, den Krieg der Reichen gegen die Armen zu schützen, nicht untergraben wollte. Dem entsprechend sagte er, das Urteil sei nach einem »besonders gerechten Prozess unter sehr, sehr schwierigen Bedingungen« gefällt worden.
Unter Bürgermeister Giuliani ist New York zu einer Art Vorzeigestadt in den USA geworden. Die Kriminalitäts- und Gewaltrate hat abgenommen - auf Kosten der Armen, die in Schnellverfahren massenweise im Knast landeten. Durch verstärkten Einsatz von Fußpolizisten als Ansprechpartner in den Stadtteilen, konnte den Bürgern eine scheinbare Sicherheit vorgegaukelt werden.
Denn der Eindruck der Statistiken täuscht. New York ist immer noch eine tief von Klassenunterschieden zerissene Stadt, nur wurden potentielle Kriminelle an die Außenbezirke der Stadt gedrängt usw.
Auch die New Yorker Polizisten sind nicht die freundlichen Cops an der Straßenecke, sondern ein sehr gewaltbereiter und rassistischer Haufen. Schon im vergangenen Jahr wurde ein Einwanderer aus Haiti auf schwerste Weise misshandelt und erniedrigt. Aus "Spaß" führte man ihm sogar eine Klobürste anal ein, was schwerwiegende innere Verletzunge zur Folge hatte - einer der wenigen Fälle, in denen bekannt geworden ist, was hinter den geschlossenen Türen der Police Departements geschieht.
Auch der tragische Fall von Amadou Diallo zeigt, daß es nicht gelungen ist, New York zu einer lebenswerten Stadt zu machen. Der Rassismus der Polizei bedroht potentiell jeden Schwarzen, der sich auf den Straßen von New York aufhält.
Der Kapitalismus benötigt die rassistische Hetze, um die Arbeiter zu spalten. So lange es Kapitalismus gibt, wird es auch schießwütige, rassistische Bullen geben. Der Kapitalismus kann ohne Rassismus nicht auskommen.

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