USA
Serienkiller Bush bald Präsident?
Die Kette der Menschen verachtenden staatlichen Morde durch die US-Justitz reißt nicht ab. In Huntsville, Texas, dem Bundesstaat mit dem Republikaner-Präsidentschaftskandidat George W. Bush als Gouverneur, wurden am 9. August zwei Männer mit der Giftspritze hingerichtet - das 27. und das 28. Opfer einer Mordpolitik, die auf Rassismus und Sündenbocksuche fusst. 140 von den insgesamt 227 Hinrichtungen in Texas seit der Wiedereinführung der Todesstrafe dort im Jahre 1982, wurden unter Bush vollstreckt.
Hinrichtungen in den USA
In diesem Jahr haben sich die staatlichen Morde in Texas gehäuft, Bush will sich als starken und harten Mann für seine Kandidatur beweisen. Durchschnittlich alle drei Tage eine Hinrichtung in diesem Jahr ist das Ergebnis seiner Wahlkampagne.
Besonders protestierten Menschenrechtsgruppen gegen die Ermordung des 33-jährigen Oliver Cruz. Cruz hatte gestanden, mit 21 Jahren eine Frau vergewaltigt und ermordet zu haben. Das Widerwärtige an Cruz? Ermordung durch den US-Staat: Er war geistig behindert und hatte den Horizont eines Kleinkindes. Verantwortung für seine Tat konnte er gar nicht tragen. Für die hatte er sich wiederholt entschuldigt.
Als oberste juristische Instanz hätte Bush Cruz? Leben über eine Begnadigung retten können. Doch ohne Skrupel hat er sein Interesse, alle den starken Arm des Gesetzes spüren zu lassen, durchgesetzt. Sollte er im Oktober zum Präsidenten gekürt werden, so werden die staatlichen Morde in den USA wohl noch weiter zunehmen.
|